Die Oase Hckun  Die Oasenstadt

Die Oase Hckun besteht aus drei deutlich unterscheidbaren Zentren, die allesamt verteilt in der ländlich wirkenden Umgebung innerhalb der Mauern liegen. Die Altstadt, wie der Name richtig vermuten läßt der älteste Teil der Oase, beherbergt die großen Familien und ist nördlich vom Palast begrenzt. Die Neustadt, wo die meisten Menschen wohnen, beherbergt im Zentrum die große Karawanserei und die meisten wirtschaftlichen Einrichtungen. Letztlich ist da noch das Viertel der Ungläubigen, einem fast eigenständigen Dorf vergleichbar, das eigene Herbergen und Gaststätten bietet, die von Gläubigen der Zwölfe bewirtschaftet werden.

Von wo her kommt Ihr, Reisender ? Von Norden (Mittelreich, Aranien) oder Süden (Liebliches Feld, Kalifat) ?

1
Felsen
Der Felsen der Oase, ist das, was schon immer in diesem entlegenen Fleck der Wüste zu finden war, noch bevor es die Spur einer Oase gegeben hat. Beachtlich ist seine Größe, die bei weitem alles übertrifft, was man sonst so tief in der Wüste zu finden vermag. Allenfalls in den Geröllwüsten an den Grenzen der Khom finden sich solche Brocken. Da für den Bau der Mauer und des Palastes viele Steine verwendet wurden, die man aus dem Fels gehauen hatte, ist dieser schon nicht mehr so groß, wie er einstmals ist, aber er hat weniger an Höhe verloren, da der Abbau aus rein praktischen Gründen eher an den Seiten passierte. Dadurch ist der Felsen, wenn er denn merklich an Gewicht verloren hat, schlanker geworden und wirkt von nahem daher eher noch größer. Auf der zur Oase abgewendeten Seite gibt es ein Plateau, das hauptsächlich dazu dient, die Toten Novadis zu bestatten. Genau wie andere Wüstenstämme auch ihre Toten auf Felsen zurück lassen um sie dort den Vögeln zu überlassen tut man dies hier genauso. Daß nordwestlich der Hckun verhältnismäßig viele Vögel zu beobachten sind hängt sicherlich damit zusammen.

Weiter gehts zum Bach (2) oder zum See (5). Der Abstieg im Süden führt Sie zum Stollen (47).

2
Bach
Fast am höchsten Punkt des Felsen (1) sprudelt eine 5 Finger dicke Fontäne mehr als einen Schritt senkrecht aus dem Felsen um sich in längst aus dem Stein gefressenen Rinnen zu sammeln und an der östlichen Wand herunter zu laufen. Auf halber Höhe gibt es eine Vertiefung in dem Stein, so daß sich dort ein kleiner Teich gebildet hat, bis das Wasser dann in einem weiteren leichten Bogen in den See begibt. Da die Fontäne niemals aufhört zu fließen hat der See auch einen ständigen und in seiner Summe nicht zu verachtenden Zufluß. Dieser ist auch notwendig, denn in der Hitze der Wüste verdunstet immer viel Wasser an der Oberfläche des Sees, während die 800 Menschen in der Stadt auch einen ordentlichen Durst haben. Das Wasser hat bei den Beni Hckun einen besonderen Stellenwert, zusätzlich zu dem Bewußtsein, daß Wasser, gerade so tief in der Wüste Leben bedeutet, da sie an ein Rastullahwunder glauben, welches das Wasser überhaupt auf diese Weise sprudeln läßt. Die Kühle des Wassers ist ein weiteres Indiz dafür wie tief in der Erde die Herkunft desselben liegen und folglich besonders gesegnet sein muß. In Vorbereitung auf intensive Meditation und Gebete wird gern frisches Wasser direkt aus der Quelle getrunken, während die direkte Umgebung derselben als heiliger Ort gilt.

Von hier aus können Sie zum Felsen (1) oder zum See (5).

3
Sultanspalast
Das imposanteste Bauwerk der Oase ist natürlich der Palast des Sultan und seiner Familie. Mit seiner erhöhten Lage, der großen Treppe davor, den drei Türmen dahinter wirkt das hohe Portal noch majestätischer und würde auch dem Kalifen oder anderen gekrönten Häuptern aus Aventurien gut zu Gesicht stehen. So prächtig er auch ist, ein Beni Hckun fühlt auch immer ein wenig Ärger neben dem Stolz den ihm dieses Gebäude vermittelt, denn er weiß mit welcher Rücksichtslosigkeit auf die Situation der Bevölkerung dieser Palast gebaut wurde. Da dies aber mehr als eine Generation vor dem heutigen Herrscher geschah, nimmt man dies Sultan Hackurabi nicht übel, sondern gönnt ihm, dem geliebten Herrscher, diesen prächtigen Bau. Das Dachgeschoß und die Kellergewölbe mitgerechnet hat das Gebäude eine Höhe von fünf Stockwerken und bietet fast jeden Luxus gleich mehrfach. Neben einem Schwimmbecken und verschiedensten Schlafgemächern gibt es auch einen Raum, dessen Boden ein großes marmornes Spielfeld für "Rote und Weiße Kamele" darstellt. Selbstverständlich sind auch passende Figuren vorhanden. In den unteren Geschossen finden sich zahlreiche Sklavengemächer und die Küche, während die hohen Herrschaften in den oberen Gemächern hausen. In westlichen Turm hat sich der Botschafter ein kleines Labor eingerichtet um auch Forschung in Alchimie und Pflanzenkunde betreiben zu können. In den Kellern findet sich noch ein Waffenlager, in dem kostbare Stücke vorhanden sind. Da Gäste kaum ein anderes Stockwerk als das Erdgeschoß betreten werden und die Sklaven allesamt als zuverlässig gelten findet sich keine bewachte Schatzkammer, vielmehr sieht man dem gesamten Gebäude seinen Reichtum gerade auch innen an. Goldene Lampen und Edelsteinbesetzte Kissen sind in mehreren Räumen zu finden.

Möchten Sie zum See (5), zur Steineiche (48), zum Gottesbrunnen (39), in den eigenen Garten (44) oder Palmenhain (36) ?

4
Reisfeld
Nördlich des Sees (5) gibt es ein Gebiet, dessen Erde und Sand vom Wasser des Sees so durchtränkt ist, daß es einen wahren Sumpf ergeben hat, in dem man Knöcheltief, an manchen stellen aber auch Knietief einsinken kann. Eigentlich war es aber Absicht, die Lehmschicht an der nördlichen Seite des Sees abzutragen, denn damit wurde ein Teil der Oase sehr feucht und besonders Fruchtbar. Diese Fruchtbarkeit des Bodens wird für den Anbau von Reis benutzt. Dieser ist in der Oase sehr beliebt, vielleicht auch nicht zuletzt dadurch, daß er hauptsächlich von den reicheren Konsumiert wird, und Reisverzehr somit ein Statussymbol ist. Dies und die Tatsache, daß das Feld eben nicht groß genug ist um eine ganze Oase zu versorgen, tragen dazu bei, daß Reis ein teueres Nahrungsmittel bleiben wird.

Sie können von hier aus die große Weide (7) betreten oder dem See (5) einen Besuch abstatten.

5
See
Wenn der Bach (2) von der Höhe des Felsens (1) herab geklommen ist sammelt sich das Wasser in einem größeren See, der westlich vom Felsen, nördlich vom Reisfeld (4), östlich von der großen Weide (7) und südlich vom Palast (3) begrenzt ist. Der See erfüllt gleich mehrere Zwecke. Zum einen ist er eine natürlich Tränke für die Tiere der großen Weide, zum anderen Reservoir für die gesamte Wasserversorgung der Oase. Des weiteren nutzt man ihn als Badestätte und zur Abkühlung nach einem arbeitsreichen Tag. Gerade die Hirten der großen Weise lassen es sich nicht nehmen einmal in das kühle Wasser zu springen, bevor sie die Tiere in einen Stall bringen.

Sie können sich nun den Bach (2), den großen Felsen (1), oder das Reisfeld im Norden ansehen (4), aber auch der Sultanspalast im Süden (3) oder die große Weide (7) stehen bereit und laufen nicht weg.

6
"Des gläubigen erste Einkehr"
... ist ein kleiner Gasthof mit wenigen Zimmern, die nicht mal im besten Zustand sind. Da in der südlichen Stadt sich aber kein Gasthof befindet, ist diese Taverne die erste, die ein Reisender, der von Süden kommt entdeckt - und dementsprechend überfüllt. Wie der Name schon andeutet, sind Rastullahgläubige eher willkommen als andere, aber gegen gute Münze werden auch sie bedient, wenn auch mit nur dem schäbigsten Geschirr (denn was ein Ungläubiger einmal angefaßt hat, kann man ja keinem anderen mehr anbieten ...)

Von hier aus gelangen Sie in wenigen Schritt in die Neue Oasenstadt (12) oder in die entgegengesetzte Richtung in die Altstadt (39). Sie können aber auch nach Süden abbiegen und kommen dann zum großen Turm (33).

7
Weideland
Das große Weideland, welches direkt am See (5) liegt ist für jedermann zugänglich, der ein Tier dabei hat, welches Grasen möchte. Ob Pferd oder Kamel, es gibt genügend Gras und Wasser für alle, notfalls wird von anderen Wiesen (die zu diesem Zweck existieren) Heu herüber gebracht. Die meisten Tiere sind natürlich die Schafe und Ziegen der Beni Hckun selbst, die oft den ganzen Tag und auch Nächte dort verbringen, während logischerweise nachts der Anteil an "Gasttieren" höher ist. Die Hirten die aufgrund der eigenen Schafe und Ziegen ständig auf der Weide zu finden sind passen auch gerne auf das Tier eines Reisenden auf, es empfiehlt sich aber, sich mit einem kleinen Trinkgeld bei ihnen ins Gedächtnis zuschreiben, damit sie einem auch das richtige Tier wiedergeben ...

Betreten Sie doch das Reisfeld (4) oder schwimmen Sie eine Runde im See (5). Sie können sich aber auch auf den Weg zur neuen Oasenstadt machen (12).

8
Hotel "Tharash"
Am Eingang zum großen Platz der Hckun befindet sich das erste größere Hotel. Was das Essen angeht, so ist dieses Hotel nur auf die eigenen Gäste ausgerichtet, hat aber einen guten Ruf. Die Zimmer bewegen sich vom Niveau her, wie auch bei den Kosten im Mittelfeld, und wer bei Tharash übernachtet hat, der fühlt sich nicht nur ausgeruht, sondern hat auch das Gefühl ein gutes Geschäft gemacht zu haben. Das Gebäude ist mit 3 Stockwerken sehr groß und hat dementsprechend Kapazitäten.

Zurück zum großen Platz (12).

9
Gasthaus "Düne"
Der alte Ola ist wohl schon zu alt um das Geschäft richtig führen zu können. Zwar hat er Sklaven, die ihm die Arbeit abnehmen, aber er schafft es nicht einmal mehr, deren Arbeit zu beaufsichtigen. So sitzt er den ganzen Tag in seiner Gaststube und beäugt Gäste und Personal. Während so noch ein ganz ordentliches Essen auf den Tisch kommt hat so mancher Gast eine schwere Enttäuschung erlebt als er dann die schlecht gemachten Betten gesehen hat. Es gäbe bestimmt mehr ärger, wenn die Besucher nicht aufgrund der Reise durch die Wüste zu müde wären um sich noch auf Streitigkeiten einzulassen. Ola hat viele Betten aber wenig Räume, preislich gesehen ist es gerade noch angemessen.

Zurück zum großen Platz (12).

10
Hotel "Karawanserei"
Das größte Hotel der Stadt ist auch gleich eines der besten. Die Zimmer sind gemütlich eingerichtet und Schlafsäle sucht man in diesem Haus vergeblich. Die Gaststube im Erdgeschoß bedient gerne auch größere Reisegesellschaften und macht keinen Unterschied ob der Gast dabei für die ganze Nacht bleibt oder nicht. Während das Essen gut aber teuer ist, scheint es bei den Zimmern umgekehrt : Ein Bett in der "Karawanserei" kann sich fast jeder leisten. Die meisten derer, die die Hckun schon zum zweiten mal besuchen versuchen zuerst in diesem Hotel unter zu kommen.

Zurück zum großen Platz (12).

11
Gasthof "Am großen Platz"
Das "groß" im Namen dieser Gaststätte scheint Programm. Für ein angemessenes Geld wird auch der größte Hunger gestillt, die Nachtruhe findet in dem einen großen Schlafsaal statt, in dem es trotz der großen Belegung immer gesittet zu geht. Auf diese Weise bietet der "große Platz" solchen für jedermann, der vergeblich eine Unterkunft gesucht hat. Ein Extrawurst bekommt hier aber niemand gebraten : Auch hohe Herren bezahlen nicht mehr und schlafen inmitten anderer kameltreibender Sklaven.

Zurück zum großen Platz (12).

12
Karawanserei und neue Stadt
Zentrum der neuen Oastenstadt ist die Karawanserei. Während man unter diesem Begriff in anderen Oasen und Stätten ein (meist wehrhaftes) Gebäude versteht, so spürt man in der Oase Hckun die Handschrift einer durchdachten, von oberster Stelle geplanten Versorgung der Reisenden. Die Funktion einer Karawanserei wird hier von der Oase als Gemeinschaft übernommen, weswegen der große Platz den Namen auch zurecht trägt. Die einzelnen Gasthöfe und Hotels, Ställe und andere Einrichtungen übernehmen alle einen Teil der Aufgabe einer Karawanserei. Wenn man davon absieht, daß der klassische Begriff der Karawanserei hier etwas verfälscht repräsentiert ist, dann ist die neue Stadt der Oase Hckun die größte Karawanserei des Kontinents. Die umliegenden Häuserblocks bilden das wirtschaftliche Zentrum der Oase. Hier finden sich neben den Gasthöfen auch mehrere Händler.

Von hier aus haben Sie die Möglichkeit, die meisten Gasthäuser und andere Etablissements zu besuchen (8,9,10,11,13,14,18,19,20,21,22,23,24,49,50) oder sich zum Nordtor (15) bewegen. Sie könnten auch in die Altstadt (39) gehen, oder in Richtung Süden den großen Turm (33) bewundern. Das Viertel der Ungläubigen (27) liegt südöstlich von Ihnen, auf dem Weg dahin, können Sie sich über die Landwirtschaft der Hckun informieren (25).

13
Händler "Shubak"
Subak ist ein gerissener Händler, der allen möglichen Trödel verkauft, dabei aber auch zuweilen besondere Ausrüstungsgegenstände in seinem schlecht sortierten "Basar" wie er ihn nennt, anbieten kann. Gerade fremdländische Kunden sollten sich Hüten, auf Grund solcher Hoffnungen Shubak einen Besuch abzustatten, denn irgendeinen alten Kunchomer wird er dem gutgläubigen Blonden schon als "Schwert von Bastrabun" anreden können. Die Fähigkeit Shubaks zu Lügen ist groß, gleichzeitig kann man ihn aber fast kaum über die Ohren hauen, dafür versteht er zuviel vom Geschäft und dem Wert der Waren, die unter seine großen und wachsamen Augen kommen. Shubak selbst kleidet sich gerne in schlichter, aber schöner Seide um Seriosität zu demonstrieren. Darauf ist auch die Fassade des Gebäudes ausgelegt. Schlicht, aber sauber, mit fein polierten Schildern, die auf qualitativ hohe Ware hinweisen.

Zurück zum großen Platz (12).

14
Medicus
Salid ben Radar ist der Mann fürs Grobe in der Oase. Während Seelenheil, Heilung von Krankheiten, Gift und Wiederherstellung der Lebenskraft Sache der Sharisad ist, kümmert sich Salid um Knochenbrüche und grobe Wunden. Bei vielen Dingen kann er, wie bei der unterentwickelten Medizin Aventuriens üblich kaum mehr für die Menschen tun, so daß er sehr häufig damit beschäftigt ist, die Leichen auf den großen Felsen zu schaffen. Ben Radar ist nicht verheiratet, er verfügt aber über mehrere Sklavinnen und Sklaven, die ihm bei seinen Arbeiten behilflich sind und auch als Vertretung einspringen können. Die Sklavinnen übernehmen dabei die Aufgaben von Hebammen in der Oase, wenn die Geburtshilfe nicht von Haus eigenen Sklaven übernommen wird, wie es in den reicheren Familien üblich ist.

Zurück zum großen Platz (12).

15
Nordtor
Das Nordtor ist einer von den zwei Eingängen, über die man die Oase betreten kann. Es befindet sich im äußersten Nordosten der Oase, nahe beim Spielfeld (16) und der Rennbahn (17). Der Durchgang durch die Hohe Mauer ist gesäumt durch zwei Schlanke Türme mit einer Zwiebelkuppel, die gerade ein paar Bogenschützen Platz bieten. Zwei kräftige Palmholztore mit Eisenbeschlägen verhindern das Eindringen von unerwünschten Gästen, allen voran dem Sandsturm. Aufgabe der ständigen Wache in den Türmen ist daher nicht nur die Ausschau nach Gesindel, sondern auch nach drohendem Unwetter. Das Nordtor wird von den Reisenden benutzt deren Ziel Aranien oder Almada ist.

Vom Nordtor aus erreichen Sie schnell den großen Platz und die neue Oasenstadt (12), sie stehen aber schon praktisch neben dem Spielfeld (16) und der Rennbahn (17).

16
Spielfeld
Das Spielfeld ist ein rein sandiger Platz, der es erlaubt das Sindaqa zu spielen. Er ist groß angelegt, so daß es Spielern und Zuschauern nicht zu eng wird. Durch die Nähe zum Nordtor wird der Platz auch ab und zu benutzt um sich noch einmal zu sammeln, bevor es hinaus in die Wüste geht.

Sie können zurück zum Nordtor (15) oder sich die Rennbahn (17) ansehen.

17
Rennbahn
Beliebter als Spielplatz in der Oase ist die an der östlichen Mauer entlang führende Rennbahn. Sie ist nur Linear und nicht im Rundkurs angelegt, so daß dort abgehaltenen Rennen in der Regel sehr kurz sind. Es ist aber auch weniger üblich große Rennen abzuhalten, sondern wenn zwei Reiter ihre Kräfte messen wollen, dann wird dies spontan erledigt, während unter den eilig herbeilaufenden Beobachtern meist einer ist, der den Sieger zu einem weiteren Ritt herausfordert. Auf Grund der Erschöpfung der Pferde, seltener einmal der Kamele, hat der Herausforderer meist bessere Chancen, so daß es Stunden dauern kann, bis sich einer als Sieger des Tages bezeichnen kann.

Sie können zurück zum Nordtor (15) oder sich das Spielfeld (16) ansehen.

18
Hotel "Oase Hckun"
Nicht nur vom Namen nach ist dieses Hotel das Aushängeschild der Oase. Die Preise sind so hoch, daß sie auch nur von denen bezahlt werden können, die man als Aushängeschild in der Oase sehen möchte. Die hervorragende Küche öffnet nur für die eigenen Gäste, welche automatisch in Vollpension genommen werden. Wer mit seiner Ankunft in der Oase demonstrieren will, daß er sich selbst zu den wichtigeren Persönlichkeiten gehört, kommt nicht umher hier abzusteigen. Auch Gäste reicher Leute, wie zum Beispiel der großen Familien, werden oftmals hier untergebracht. Aber nur Außenseiter fallen auf den so erzeugten Schein herein, denn wirkliche Freunde und extrem wichtige Persönlichkeiten werden im eigenen Haus des Gastgebers untergebracht, der Palast des Sultans bildet da keine Ausnahme.

Zurück zum großen Platz (12).

19
Herberge "Brunnen"
Der "Brunnen" gehört zu den einfacheren Häusern in der Oase. Daher gibt es auch keine luxuriösen Zimmer, aber ordentlich und sauber ist es allemal. Da die Preise dem angepaßt sind werden weniger betuchte Reisende hier gerne nächtigen. Ein Essen ist hier nicht zu bekommen, allerdings kooperiert der Wirt Jaffar ibn Zharagid mit dem Gasthof "Reiserast" (22).

Zurück zum großen Platz (12).

20
Hotel "Balaho"
Eines der größeren Hotels in der Oase ist das Balaho. Vom Äußeren Schein und auch von der Ausstattung ist her ist es sehr bemüht, eines der besten in der Oase zu sein. Rasaha ben Balaho, der Besitzer und Sohn des Gründers, vergleicht sein Geschäft gerne mit dem "Oase Hckun" (18) oder "Karawanserei" (10). Er selbst und vor allem sein Personal schaffen es aber einfach nicht, den gleichen Service und Standard zu erhalten wie in den benannten anderen Hotels, obwohl in etwa ähnliche Preise verlangt werden. Meist übernachtet man daher nur zweimal im "Balaho" : ein erstes und ein letztes mal. Die Küche ist bemüht und ordentlich, jedoch ebenfalls zu teuer. Der einzige Vorteil des Hotels ist vielleicht der, daß hier immer ein Zimmer frei ist...

Zurück zum großen Platz (12).

21
Kontor
Die Oase Hckun ist nicht nur Durchgangslager für Waren, sondern auch Start und Zielpunkt so manchen Handelsgut. Wer nicht mit einer Privatperson handelt, zu der auch der Sultan gehören kann, sondern mit der Oase Hckun offiziell Handel betreibt, der wendet sich an das Kontor. Hier sitzen ständig mehrere Leute des "Innenminister" Ghalar ben Khalas, die Waren in Empfang nehmen und welche Ausgeben, sich über Preise unterhalten und auch ein beträchtliches Budget an Gold zur Verfügung haben. Gehandelt wird praktisch alles, was der Oase nutzen bringt - teilweise auch nur im Hinblick auf den Wiederverkauf.

Zurück zum großen Platz (12).

22
Gasthof "Reiserast"
Im Gasthof "Reiserast" geht man davon aus, daß der Gast kommt um zu essen und zu trinken, und dann wieder verschwindet. Tatsächlich bietet das Lokal kaum eine gemütliche Sitzecke, auf sterilen Holzbänken wird zügig ein sehr sättigendes und schmackhaftes Essen gereicht. Daher ist die "Reiserast" nicht unbeliebt, aber um sich die Zeit zu vertreiben wird in diesem Restaurant zu wenig geboten. Um dem Namen alle Ehre zu machen verfügt der Gasthof auch über ein paar Zimmer, die preislich attraktiv sind, aber nicht in der Lage sind viele Gäste aufzunehmen.

Zurück zum großen Platz (12).

23
Haus der Sharisad
Tänzerinnen und insbesondere die magisch begabten genießen in der Oase Hckun ein sehr hohes Ansehen. Dies liegt nicht nur am schönen Anblick einer solchen Darbietung, sondern vor allem daran, daß die Sharisad als magisch Heilkundige auch zu weltlichen Zwecken eingesetzt werden. Bei entsprechender Finanzierung lassen sich die Tänzerinnen auch dazu bewegen, ihre Kunst dafür einzusetzen, Händler vor wichtigen Verhandlungen mental zu stärken und ihnen eine höhere Sinnesschärfe zu geben. Um diese Aktionen zu organisieren gibt es dieses Haus an welches man sich wenden kann, wenn man die Dienste einer Sharisad in Anspruch nehmen möchte. Stark geschwächten Menschen wird auch direkt vor Ort geholfen, meist in dem Tanzsaal wo die Tänzerinnen üben können und ausgebildet werden. Leiterin des Hauses und Oberhaupt der Sharisad der Oase ist die Prinzessin Jeshacka, die allerdings selten hier anzutreffen ist, da sie lieber in ihren Gemächern im Palast ihre Hohe Kunst ausübt, die zu sehen nur wenigen vergönnt ist.

Zurück zum großen Platz (12).

24
Haus "Rhabak"
Vom verletzten Veteranen Rhabak liebevoll geführt, ist dieses Hotel und Restaurant eines der besten der Oase. Die Zimmer sind sehr gepflegt, auch wenn sie nicht die luxuriöse Ausstattung haben, die manch nobler Herr gewohnt ist. Auch die Gaststube läßt zunächst nicht vermuten, daß hier ein hervorragendes Essen serviert wird, das zugleich reichlich und schmackhaft ist. Die Preise sind der oberen Mittelklasse, die mit diesem Angebot angesprochen werden sollen, angemessen bis preiswert.

Zurück zum großen Platz (12).

25
Ackerland
Große Flächen der Oase werden, wie fast überall in Aventurien, dazu genutzt, Feldfrüchte anzupflanzen um die hungrige Bevölkerung und natürlich die vielen Gäste zu ernähren. Hauptsächlich werden drei Arten von Nahrung angepflanzt : Hirse, Weizen und Zuckerrübe. Besonders letztere Pflanze wächst nur aufgrund der ständigen unterirdischen Bewässerung, ist aber sowohl als Tierfutter wie auch zu anderweitiger Verwendung sehr beliebt. Natürlich gewinnt man daraus den wertvollen weißen Zucker, der in größeren Mengen exportiert wird. Die Hirse und der Weizen sind mehr für den eigenen Gebrauch bestimmt. Das Ackerland umgibt meist direkt die gebauten Gebiete, in der Mitte der Oase, während der Norden und Westen mehr mit Weideland und der Süden mehr mit Palmenhainen bedeckt ist.

Nach Süden erreichen Sie das Viertel der Ungläubigen (27), nach Norden geht es zum großen Platz (12).

26
Tempel
In Mitten des Viertels der Ungläubigen (27) steht der einzige Tempel der Oase. In Ermangelung eines Geweihten der Zwölfe handelt sich hierbei nicht um einen speziellen Tempel, sondern mehr für ein Gemeindehaus für die güldenländische Bevölkerung. In dem quadratisch angelegten Gebäude gibt es eine Nische für jeden der Götter, selbst an Firun, den man in der Wüste weder auf Grund seines Elementes noch auf Grund der Jagd verehrt, wurde gedacht. Es ist unüblich, hier zu spenden, denn was zum Erhalt des Tempels notwendig ist, daß erledigen die Einwohner des Viertels meist in eigener Arbeit. Einen Geweihten wird es hier auch in Zukunft wohl nicht geben, denn den Menschen ist klar, daß ihr Tempel nicht mehr geduldet würde, gäbe es einen Geweihten, der auf Grund seiner Überzeugung das Missionieren nicht lassen könnte. Aufgaben von Geweihten wie Eheschließungen übernehmen meist dafür gewählte Leute. Lange Totenwachen sind auf Grund des Klimas unüblich, obwohl zur Trauerfeier die Leiche im Tempel aufgebahrt wird.

27
Viertel der Ungläubigen
Im diesem Teil der Oase gibt es eine kleine Gemeinde von Menschen, die meist aus dem lieblichen Feld aber auch aus dem Mittelreich stammen um in der Oase ihr Glück zu versuchen. Sie sind alle samt Gläubige der Zwölfe, was dazu führt, daß es immer wieder einmal Konflikte mit den Novadis gibt. Aber die Beni Hckun schätzen auch den Vorteil den dieses Viertel in die Oase bringt. Viele der Reisenden, gerade aus den nördlichen und westlichen Landen können sich schwer damit anfreunden im Hause von "Rechtgläubigen" zu übernachten, so daß sie die qualitativ nicht wesentlich schlechteren Etablissements in diesem Viertel bevorzugen. Dieses Angebot steigert letztlich die Attraktivität der Oase, gerade in Konkurrenz in Vrinlassih. Neben Gastronomen finden sich auch zahlreiche Landwirte in dem Viertel, auch ein Händler bietet seine Waren an und kauft ein. Auch wenn es in diesem Viertel hauptsächlich die gleichen Lehmbauten gibt wie im Rest der Oase, doch manche Häuser entsprechen mehr dem nordländischen Fachwerk, also Palmholzgestelle mit Lehm dazwischen und schrägen Schindeldächern.

Sehen Sie sich doch einmal den Tempel (26) an, oder betrachten die anderen lokalen Einrichtungen (51,52,53,54). Danach können Sie weiter zum Ackerland (25) und zur neuen Oasenstadt (12), oder zur Pferdezucht (28). Hinter ein paar Palmen verstecken sich die Wehranlagen (29) der Oase.

28
Pferdezucht
Im Südosten der Oase, in der Nähe des Viertels der Ungläubigen, befindet sich die Pferdezucht. Dieser ebenfalls "staatliche" Betrieb ist Herkunft der zwar nicht berühmten, aber sehr schnellen, ausdauernden und schönen "Hckuner Shadif", die tatsächlich stark verwandt sind mit den berühmten Unauer Pferden.. Direkt an der Straße liegt das große und hohe rechteckige Gebäude, welches als Stall dient. Etwas weiter nach hinten gibt es einen Anbau zweistöckigen Anbau, in dem Bedienstete schlafen und wo auch Futter gelagert wird. Hinter dem Gebäude ist viel Platz für den Auslauf der Tiere, auch wenn andere Weiden der Oase ebenfalls der Pferdezucht zur Verfügung stehen. Natürlich hat die Anlage auch einen eigenen großen Brunnen, der von der Kanalisation gespeist wird.

Im Süden, in einer Lichtung im Palmenhain findet sich das Grabmahl des Hckun (30) und der Boronsacker (31). Sie können aber auch bis zur Mauer durchgehen und sich die Wehranlagen anschauen (29). Im Osten liegt das Viertel der Ungläubigen (27), im Westen ist die Kamelzucht (32) das nächste Gebäude, aber auch der große Turm (33) ist erreichbar.

29
Wehranlagen
Die Mauer rund um die Oase ist in erster Linie dafür da, vor Sandstürmen zu schützen und auch dem durch ständigen Wind getragenen Sand zu trotzen. Zusätzlich soll aber auch eine Verteidigung der Oase damit möglich sein. Dazu dienen in erster Linie die Wachtürme, von denen zwei an jedem Tor stehen, aber auch einzelne in mitten der Mauerabschnitte um so jede Seite der Oase Hckun von nah und fern im Auge behalten zu können, so daß herannahen von Freund und Feind, sei es nun bewaffnete Reiter oder ein Sandsturm, nicht unbemerkt bleibt. Damit aber auch ein massiver Angriff gegen eines der hohen Mauersegmente nicht mit Erfolg gekrönt wird, gibt es einen Wehrgang entlang der Mauer, der über die Türme, die meist nur aus einer Wendeltreppe und überdachter Plattform bestehen, betreten werden können. Dieses Palmholzgestell ist nicht für seine Stabilität bekannt, reicht aber vollkommen aus um Bogenschützen zu halten, die die Angreifer auf Distanz halten. Zur Not, wenn die Mauer tatsächlich erstürmt werden sollte, kann der Wehrgang leicht zerstört werden, so daß der Feind aus mehreren Schritt Höhe Fallen muß, bis er in einen Kampf eingreifen kann. Für manchen mittelreichischen Strategen mögen diese Vorrichtungen gefährlich primitiv sein : In Zusammenarbeit mit der Wüste aber, ist die Oase Hckun durch diese Verteidigung praktisch uneinnehmbar, die "Schlacht" gegen den Kalifen in der Geschichte hat dies Eindrucksvoll demonstriert.

Auf dem Rückweg haben Sie die Wahl zwischem dem Viertel der Ungläubigen (27) oder der Pferdezucht (28).

30
Grabmahl des Hckun
In mitten eines südöstlichen Palmenhains auf einer Lichtung steht eine glatt polierte Felsplatte aufrecht auf einer eben Solchen, die auf dem mit Gras bewachsenen Boden liegt. In der aufrecht stehenden Platte sind die Namen und Daten der bisherigen Herrscher der Oase aufgelistet, ebenso wie der Familienangehörigen. Als einzige Personen der Beni Hckun werden diese nicht auf dem großen Felsen beigesetzt, "den Vögeln zum Fraß vorgeworfen", wie manch "Ungläubiger" vorwurfsvoll formuliert, sondern hier auf der großen Grabplatte liegen gelassen, bis er verwest ist, was lange dauern kann. Derzeit kann man die durch den Wind verstreuten Gebeine des Hackurabi I. finden, wenn man auch im umliegenden Palmenhain danach sucht.

Gegenüber befindet sich der Boronsacker der Ungläuben (31), zurück geht's zur Pferdezucht (28).

31
Boronsacker
Auf der gleichen Lichtung, wo auch sich auch das Grabmahl der Hckun (30) befindet, gibt es auch ein abgetrenntes Gräberfeld, ganz nach dem Vorbild des güldenländischen Boronsacker. Es ist bemerkenswert, wie weit in diesem Punkt die Duldung des Zwölfgötterglaubens geht, denn die Nähe zu der den Beni Hckun heiligen Stätte findet nicht bei der gesamten Bevölkerung Zustimmung.

Auf der anderen Seite der Lichtung ist das Grabmahl des Hckun (30), zurück geht's zur Pferdezucht (28).

32
Kamelzucht
Ebenso wie der gegenüber liegenden Pferdezucht (28) steht der Kamelzucht der Oase ein eigenes Terrain zur Verfügung in der die belastungsfähigen Kamele gezüchtet werden, die die Anbindung der Hckun an die Außenwelt garantieren. Das Gebäude ist nach ähnlichem Grundriß gebaut wie die Pferdezucht, auch wenn das Gebäude auf Grund der Größe der Tiere etwas höher ist. Dem äußeren des Lehmbaus ist anzusehen, daß man den Pferden einen höheren Stellenwert einräumt als den Kamelen.

Von hier aus kommen sie zur Pferdezucht (28) und zum Haupthaus der Kohorte (34).

33
Turm
Der große Turm der Oase überragt jedes andere Gebäude und ist auf Grund seiner Bauweise (Bruchstein) ein ungewöhnlicher Blickfang. Zweckmäßig ist das Gebäude eigentlich auch nicht, denn der Nutzen, Amtssitz der Mawdliyat, Kerker und Richtplatz könnten auch von schöneren Gebäuden übernommen werden. Des Rätsels Lösung ist, daß dieser Turm ursprünglich als Kornspeicher geplant war, diese Funktion aber noch vor der Fertigstellung von anderen, schneller zu bauenden Häusern übernommen wurde. So wurde der zunächst ungenutzte Turm zwischenzeitlich Lager der Kämpfer der Oase. Diese konnten ihn aber schließlich nicht mehr nutzen, da durch die letzten Erweiterungen der Kohorte der Platz des Turms zu klein wurde. Nun haben die Reiter der Kohorte ein eigenes Haus mit Stall und der Turm ist seiner aktuellen Verwendung zugeführt worden.

Das Haupthaus von Rastullah's Kohorte (34) grenzt südlich an den Turm, sie können aber auch der Straße nach Norden folgen, von der Sie zur Altstadt (39) oder zur Karawanserei (12) abbiegen können. Auch die Pferdezucht (28) im Osten ist erreichbar. Vielleicht möchten Sie aber auch zum Südtor (35).

34
Haupthaus Rastullah's Kohorte
Das erst kürzlich bezogene Haus ist in der Tat ein Neubau und ein würdiges Hauptquartier für die schlagkräftigste Truppe in diesem Teil der Wüste. Das Gebäude ist von zwei Flügeln flankiert wobei in der Mitte des Hofes ein Brunnen steht. Rechts vom Haus gibt es eine lange Wiese, die für Reiterspiele und anderes Training genutzt werden kann, bis am Ende ein eigens für die Reiter existierender Stall steht. Dieser ist ganz in der Nähe der Kamelzucht (32) und daher auch nicht weit entfernt von der Pferdezucht. Im Gebäude finden sich Schlafstätten, Waffenlager und Kleiderkammer für alle Krieger, bessere Gemächer für die Chacire und Chocore und ein großes Dienstzimmer für den Führer der Kohorte, auch wenn sowohl Prinz Hackurabi als auch seine Schwester meist im Palast residieren.

Von hier aus können Sie zum nördlich angrenzenden großen Turm (33), zur Kamelzucht (32) oder zum Südtor (35).

35
Südtor
Als zweiten Eingang und Ausgang neben dem Nordtor (15) ist das Südtor der direkte Weg nach Achan, auch das liebliche Feld wird meist über dieses Tor angesteuert. Von der Bewachung und Ausstattung (Wachtürme) her, ist es um dieses Tor genauso bestellt wie um das Pendant im Nordosten. Direkt dahinter befindet sich ein kleines Viertel, in dem es, ganz untypisch für die Oase, eher ärmlich zugeht, da hier fast nur Plantagenarbeiter leben, die in den benachbarten Palmenhainen Datteln und Bananen pflegen und ernten.

Nach Norden führt der Weg zum Haupthaus der Kohorte (34), vorbei am großen Turm (33) bis wahlweise zur Altstadt (39) oder Karawanserei (12). Sie können sich auch ostwärts in die Palmen schlagen (41), wenn Ihnen danach ist.

36
Palmenhain des Sultan
Der Sultanspalast ist nicht nur von einem großen Garten umschlossen, auch ein ganzer Palmenhain steht allein dem Sultan zur Verfügung. Meist werden auch hier die Früchte von Sklaven geerntet und mit auf den Markt gebracht wie alle anderen auch, gerade das Gelände wird aber gerne zum Lustwandeln genutzt, da der Schatten eines Palmenwaldes nicht nur bei dem Rest der Bevölkerung hoch geschätzt wird. Laut einer bis heute nicht außer Kraft gesetzten Anordnung der Großmutter des Sultan, Nemire, dient der in der von ihr erbauten Mauer eingeschlossene Teil der Oase zur alleinigen Versorgung der Herrscherfamilie, sollte denn ein Versorgungsengpaß entstehen. Tatsächlich könnte so selbst bei einer Hungersnot in der Oase der Sultan noch dick und rund werden.

Sie können zum See (5) oder zum Palast (3).

37
Haus der Nuriahm
Das Haus der Nuriahm ist ein zweistöckiger, prächtiger, weil mit Einlegearbeiten aus Ala-baster verzierten Bau, der den Platz des Gottesbrunnen an der Südseite schmückt. Das Gebäude ist dem obersten Mawdli angemessen, da die Einlegearbeiten meist religiöse Symbole zeigen, Körperteile Rastullah's und Zitate aus den 99 Gesetzen. Natürlich wurden diese Einlegearbeiten erst angefügt, als der Posten des Mawdli bereits in der Familie verankert war, dies ist aber schon seit Generationen der Fall.

Zurück zum Gottesbrunnen (39).

38
Haus der Fadil
Ze der echsische bewohnt dieses Haus, welches noch im alten Stil erbaut wurde. Kern des Gebäudes ist ein schlichter, viel zu kleiner Lehmbau, der durch Palmholzbauten ergänzt wurde. Nach und nach kamen mehrere Anbauten hinzu, mal aus Holz, mal aus Lehm, aber niemals besonders schön gebaut. Anstatt mit dem wirtschaftlichen Aufstieg der Familie ein neues Haus zu beziehen wurde der Stammsitz neu verputzt und weiß verkleidet, so daß der Bau nun interessant und verwinkelt aber mächtig wirkt, schön ist es jedoch immer noch nicht, denn die Linien verlaufen teilweise auffällig schief.

Zurück zum Gottesbrunnen (39).

39
Altstadt mit Gottesbrunnen
Südlich des Palastes findet sich das alte Zentrum der Stadt, welches vor dem Bau des Palastes noch umsäumt war mit großen und kleinen Gebäuden. In alter Zeit fand sich hier die Karawanserei, die nun in die neue Stadt verlegt ist, weil der Platz dort größer ist, und dieser Stadtteil nun ruhiger ist. Im Zentrum des Platzes, der abgerundet Sternförmig angelegt ist, ist ein großer Brunnen, der Gottesbrunnen, zu Zeiten seiner Erbauung noch erster durch Kanal bewässerter Brunnen, jetzt, nach mehrfacher Restaurierung der größte Brunnen der Oase. Sein Grundriß harmoniert mit der Geometrie des Platzes. Die Altstadt, in der sich die Häuser der großen Familien befinden, aber kaum noch gewerbliche Gebäude vorhanden sind, hat daher wirtschaftlich kaum noch Bedeutung, die Politik der Oase wird aber hier, vor allem natürlich im nördlich liegenden Palast bestimmt.

Betrachten Sie einmal in aller Ruhe die Häuser der großen Familien (37,38,40,42,43) oder den Palast (3) im Norden des Platzes. Sie können auch weiter gehen zu den Weiden (45) oder zu Schmiede (46). Im Osten können Sie zur neuen Oasenstadt (12) oder oder nach Süden zum großen Turm (33).

40
Haus der Ahmram
Etwas südlicher in der Altstadt liegt das wirklich ins Bild des Viertels passende Haus der Familie Ahmram. Das Gebäude ist ebenso alt wie die umliegenden und macht auch nicht die Anstalten, sein Alter durch gute Pflege zu verleugnen, denn das Haus ist den Ahmrams nicht wichtig. Für sie ist das erste Gebäude das Haupthaus der Kohorte (34), wo der Chacir ein weiteres Quartier besitzt, welches er meist auch nutzt um so seinem Daseinszweck, dem Kampf, nahe zu sein. Das hiesige Haus beherbergt also nur seinen Harem, und auch seine Söhne werden hier erzogen, sofern sie noch nicht in die Kohorte eingetreten sind. Innen ist das Haus gewiß nicht so ärmlich, dann vermögend sind die Ahmrams, als eine der großen Familien.

Zurück zum Gottesbrunnen (39).

41
Plantagen
Ungefähr ein Drittel der Fläche der Oase ist von Palmenhainen bedeckt - und das hat seinen Grund. In den Wäldern gibt es auch tagsüber genügend kühlen Schatten, ein erfrischendes Lebenselexier, gerade dann, wenn um die Mittagszeit die Arbeit auf den Feldern unmöglich wird. Aber der wahre Grund für die großen Plantagen sind natürlich wirtschaftliche : Die süßen und mehligen Bananen, sowie die Datteln der Palmen bilden neben der Hirse und dem Weizen der Felder den Grundstock für die Ernährung der Bevölkerung. Die Mehlbanane, die gekocht der nordländischen Kartoffel ähnlich schmeckt ist sehr nahrhaft, wenn auch nicht so haltbar wie diese. Dies ist aber kein Problem, denn da in diesem Teil der Wüste seit Jahrhunderten kein Wasser gefallen ist und es deshalb so etwas wie Jahreszeiten nicht gibt, kann eine Ernte nach der anderen Erfolgen. Was also nicht vom Mensch gegessen wird, endet in den Mägen der Tiere. Die süße Obstbanane, die auch weiter südlich noch von großer Bekannt- und Beliebtheit ist, schließt so manche Mahlzeit ab und dient auch als Zwischenmahlzeit. Die Dattel ist schließlich mehr Süßigkeit als Nahrung, trotzdem gibt es auch große Mengen dieser Palmen. Hier werden schon wieder große Mengen der Ernte exportiert. Karawanen, gerade die mit dem Ziel Mittelreich nehmen gerne eine Ladung mit, wohl wissend, daß man einen guten Profit machen kann.

Gehen Sie von hier aus auf das Weideland des Sultan (45), zum Südtor (35) oder nach Norden in die Altstadt (39).

42
Haus der Khalas
Das Haus des "Innenministers" ist vielleicht das Prunkvollste der Residenzen der großen Familien. Die teilweise mit Einlegearbeiten aus Gold verzierten Wände lockern das Bild des lehmgelben, würfelförmigen Kasten auf. Ghalar ben Khalas betont gerne, daß er das zweitschönste Haus der Hckun besitzt (das schönste ist natürlich der Palast), was auch seine Stellung in der Oase unterstreichen soll. Aber auch wenn die Fachliche Kompetenz des Beraters des Sultan nicht angezweifelt wird, so wird er auf Grund seines Domizils eher belächelt. Das Gebäude an sich ist schon sehr alt, im Gegensatz zum Haus der Ahmram (40) aber gepflegt. Die Verzierungen sind erst in jüngster Zeit durch den örtlichen Schmied entstanden.

Zurück zum Gottesbrunnen (39).

43
Haus der Madhinio
In letzter Zeit findet man Madhinio ben Balchum öfters wieder in seinem zu Hause, welches er alleine bewohnt. Die Größe des daher mittlerweile wieder gepflegten, weißen und mit Kampfszenen geschmückten Haus ist dem einzigen Bewohner nicht angemessen und so fühlt sich der tapfere Kämpfer und Schwager des Sultan häufig allein. Gesellschaft sucht und findet er meistens bei seinen Kampfgefährten im Haupthaus der Kohorte (34).

Zurück zum Gottesbrunnen (39).

44
Garten des Sultan
Links vom Palast und ebenso eingemauert wie der Palmenhain des Sultan liegt der Garten, eine kaum zu speziellem Zweck genutzte Wiese, ist sie großer Spielraum für alle Einwohner des Palastes, die Sklaven mit gerechnet, die den großzügigen Zugang zum See zur Körperhygiene nutzen. Auch auf der Wiese finden sich zahlreiche Bäume, meist Dattelpalmen, die Schatten spenden, aber auch zum Versteckspielen von Sklaven, Sultansfrauen und Kindern genutzt werden. Ja, im Garten des Sultans herrscht meist eine heitere Atmosphäre.

Besuchen Sie doch einmal Eluana, die Waldelfe, auf ihrem Baum (48), gehen zum Palast (3) oder zum See (5), zum Palmenhain des Sultan (36) oder hinunter in die Altstadt (39).

45
Weideland des Sultan
Im Südwesten der Oase, inmitten der großen Plantagen finden sich größere Wiesen, Weideland um genauer zu sein, die allein dem Sultan zu stehen. Natürlich hat dieser kaum genug Reittiere für sich persönlich um solche Flächen zu gebrauchen. Aber sowohl die Tiere der Kohorte finden hier Auslauf, wenn es im eigenen Stall (34) zu eng wird, als auch das überschüssige Gras geschnitten wird und als Stallfutter Verwendung findet. Dieses kommt auch, je nach Ernte, anderen Ställen und Tieren zu gute. Es ist auch schon vorgekommen, daß die große Weide (7) dermaßen abgegrast war, daß die Tiere hierher ausgelagert wurden um der Flora auf der großen Weide wieder auf die Sprünge zu helfen.

Von hier aus erreichen Sie die Schmiede (46), die Plantagen (41), oder können die alte Oasenstadt (39) aufsuchen.

46
Schmiede
Nahe der Mauer im Westen der Hckun, wenig entfernt vom großen Felsen findet sich, abseits von jeglicher Bebauung, die Schmiede. Bewohnt wird die Schmiede gleichzeitig von ihrem Betreiber, dem bartlosen Zwerg Ulfosch. Mit mehreren Novadis als Helfer stellt er hier Kunchomer, Waqqif und andere Metallwaren für den Gebrauch in der Oase her. Ganz davon abgesehen, daß dies schon genug Arbeit für einen einzelnen Schmied ist, lohnt der Export von Waffen auch nicht, alleine aus dem Grund, da so viel Erz auch nicht in der Hckun vorhanden ist. Das Gebäude, dem zwei Schuppen vorgelagert sind, ist vollständig aus Felsstein gebaut um so besonders Feuerfest zu sein. Auffällig ist der große Kamin, denn so eine Einrichtung haben die wenigsten Häuser in der Oase, und wenn nicht in dieser Größe.

Nach Süden geht's zum Weideland (45), der Altstadt (39), oder norden zum Stollen (47).

47
Stollen
Ulfosch der Schmied, in seiner Eigenschaft als Zwerg auch mehr des Bergbaus Kundig als alle Beni Hckun zusammen, schürft zwar nicht selbst Erz, beaufsichtigt aber den Abbau des Erzes, das man vor Jahren im großen Felsen fand. An der Südseite des Felsen gibt daher einen Stollen, der erst wenige Schritt in den Stein herein ragt um dann leicht nach Westen abzuknicken. Ein kleiner Lagerschuppen markiert den Eingang auf der anderen Straßenseite, wo weniger das Erz, sondern vielmehr die Geräte aufbewahrt werden. Das Erz wird direkt zur Schmiede (46) transportiert, wo auch die ersten Verarbeitungschritte unternommen werden können, bevor der eigentliche Herstellungsprozeß, das Schmieden der Waffen, beginnt.

Den Stollen können Sie verlassen in dem Sie zur Schmiede (46) gehen, oder auf den Felsen (1) klettern.

48
Steineiche
Mitten im Garten des Sultans (44) steht die einzige Nicht-Palme der Oase : eine Steineiche, wie sie schöner auch nahe Andergast nicht wachsen könnte. Dies liegt an der Pflege der Waldelfe Eluana Sternenlicht, die mit den Ästen und Blättern ein sehr gemütliches Baumhaus hergerichtet hat, daß sie als ihr zu Hause bezeichnet, wenn sie ihren Geliebten besucht. Der Baum ist insgesamt 7 Schritt groß und hat um seinem kräftigen Stamm eine Art Wendeltreppe eingebaut, der in ein einziges, rundes Zimmer führt, welches innen solche Formen besitzt, daß praktisch Tisch, zwei Sitzgelegenheiten und "Bett" (ein großer, aber bequem wirkender Ast) und Ablagefächer vorhanden sind. Öffnungen (Eluana nennt sie Fenster) sind fast überall vorhanden, aber von außen wieder mit so vielen Blättern zugewachsen, daß die Hitze der Wüste das innere des Baumhauses nicht erreichen kann. Ein großes, ständig an einem Ast herabhängendes Seil erlaubt es der Elfe und ihren Besuchern ihr Heim sportliche elegant und schnell zu verlassen, sie selbst benutzt es zu Weilen auch um ihr Domizil ebenso elfenhaft elegant zu betreten.

Schwingen Sie sich herunter in den Garten des Sultans (44).

49
Waffenhändler Kar
In der neuen Oasenstadt, etwas abseits der Karawanserei (12), steht das von vorne sehr klein wirkende Haus des Kar. Der mit schweren Stoffen verhangene Eingang verrät zunächst noch nichts über die Waren, die hier angeboten werden. Diese fallen einem jedoch sofort ins Auge wenn man Laden betritt, denn der schmale, aber sehr Lange Raum bietet viel Wandfläche, die vollständig mit Metallwaren, vor allem aber Waffen behangen sind. Kar führt sowohl einheimische Ware, wie auch Gebrauchtwaffen, Munition und alles andere, was er günstig erhandeln, und ebenso günstig (für sich) wieder verkaufen kann. Auch wenn Kar ein gerissener Händler ist, der gut des Feilschens mächtig ist, so schätzt er doch das gute Geschäft für beide Seiten, wohl wissend, daß solche Leute wiederkommen. Es kommt daher oft vor, daß er zwar so sehr feilscht, bis es für den Kunden noch ein gutes Geschäft sein kann, er darauf aber noch ein paar Pfeile zum Bogen gibt, sowie einen passenden Dolch zu dem Langschwert und so doch noch einen positiven Eindruck hinterläßt.

Zurück zum großen Platz (12).

50
Achmed's Basar
Folgt man der Straße, die von der Karawanserei (12) in südliche Richtung verläuft, so passiert man ein Haus, daß schon von weitem auf Grund seines bläulichen Anstrichs auffällt. Hier residiert Achmed, der das Untergeschoß seines Hauses zu einem gemütlichen Verkaufsraum umgestaltet hat. In Achmed's Basar gibt es fast alles an Gebrauchtgegenständen zu kaufen, die man sich wünschen kann, auch Bestellungen werden entgegengenommen, die Achmed dann versucht bis zum vereinbarten Höchstbetrag (natürlich zuzüglich seiner Provision) zu bekommen. Achmed hat auch über die Oase hinaus einen guten Ruf, obwohl dieser Ruf auch etwas kostet : Ohne die Leute zu übervorteilen sind seine Preise eher hoch, etwa bei 50% über dem Durchschnitt des Kontinents, was selbst für eine Oase teuer ist.

Zurück zum großen Platz (12).

51
Hotel "Goldhof"
Der "Goldhof", inoffiziell auch Praiostempel genannt, ist ein Hotel von besonderer Schönheit. Auch wenn nicht wirklich Gold im Bau verwendet wurde, dann sind die vielen Messingbeschläge am sauber verputzten Haus doch Grund genug für diesen Namen. Offizieller Besitzer des Hotels im Viertel der Ungläubigen ist Darn Weibel, dessen "politische Karriere" ihm aber zu viele Pflichten und Interessen aufbürden, so daß Leiter des Hotels sein jüngerer Bruder Stanin ist. Dieser ist ebenfalls wie Darn ein Anhänger Praios', was dem Beinamen des Hotels einen Sinn gibt. Die Unterbringung entspricht gehobenen Ansprüchen, so daß man davon ausgehen kann, daß neben Praios auch Travia von den Weibels genügend Achtung entgegengebracht wird.

Zurück zum Viertel der Ungläubigen (27).

52
Herberge und Taverne "Zum Dorfplatz"
Ursprünglich als groß dimensioniert Speiselokal gedacht ist der "Dorfplatz" heute das Auffangbecken für größere Reisegruppen und Untergebenen von Solchen, die den Preis für den Goldhof (51) nur für sich selbst zu entrichten bereit waren. Schlafen kann man in großen Viel-Bett-Sälen. Dort unterzukommen ist meist immer möglich und immer erschwinglich. Das Essen ist, wenn man es sich denn antun will, auch nicht teuer, die Leute, die es probiert haben sagen aber meist : "Egal, was Du bezahlt hast, es war zuviel." Der Wirt und Koch Thessar Halgenbrot scheint überhaupt kein Händchen für die ihm in der Wüste zur Verfügung stehenden Zutaten zu haben. Jedenfalls sind in der Taverne auch Getränke verschiedenster Art zu haben, bei denen man in der Zubereitung nicht viel verderben kann - die auch nicht mehr Kosten als alles andere in der Billig-Bleibe.

Zurück zum Viertel der Ungläubigen (27).

53
Taverne "Felsenquell"
Der Felsenquell ist eine Taverne von wahrlich mittelreichischem Einfluß. Auch wenn der Name an die Oase erinnert, so bezieht er sich doch eher auf den Ausschank und das Laute Beisammensein der Gäste. Zum Leidwesen des Schmieds gibt es hier auch nur selten Bier, Wein wird aber doch eher mal von Händlern heran gebracht, so daß es immer etwas zu trinken gibt. Die Laute Stimmung, die auch einem Thorwaler gefallen könnte stößt auch bei den eigenen Landsleuten auf wenig Gegenliebe, weshalb es gut ist, daß die Taverne ein wenig außerhalb liegt.

Zurück zum Viertel der Ungläubigen (27).

54
Haus von Darn Weibel
Darn Weibel, der Besitzer des Goldhof (51) hat seit einigen Jahren ein eigenes Haus, um nicht mehr in dem Hotel wohnen zu müssen. So erreicht er eine Trennung zwischen Politik und Geschäft, was den Hotelgästen und seinem Bruder sehr recht ist. Das Haus, welches ziemlich Zentral liegt, ist eines der wenigen, welches mit Schindeln gedeckt ist, ansonsten ist es eher bescheiden in der Ansicht.

Zurück zum Viertel der Ungläubigen (27).

Seitenanfang Zurück Zurück zur HomepageZurück zu den Spielhilfen